Mein Weg zu den Acrylfarben

 

Mit knapp 80 stoße ich auf einen Link im Internet, der mich "alten Künstler" mit einer Technik und und bis dahin mir unbekannten gestalterischen Möglichkeiten überrascht. Ich sehe Bilder, Maltechniken und Ergebnisse, die sogar mich noch ganz schnell in den Bann ziehen.

Die kleinen Videos, die in großer Zahl im Internet angeboten werden, überzeugen mich recht schnell: Solche Bilder möchte ich auch noch herstellen können.

(Zur Fortsetzung immer weiter nach unten scrollen!)

 

 

Hier sehen Sie meine ersten Gehversuche mit diesen für mich neuen Farben. Die beiden Bilder links sind gleich nach dem Kauf der nötigen Farben und wenigen anderen Utensilien entstanden.

Man braucht gar nicht viel, um loslegen zu können:

Acrylfarben
Leinwände
ein Fließmittel
Pinsel (eventuell).

 

 

Hier kommen wir zu einem mir sehr wichtigen Punkt. Ich möchte Sie nämlich mit meinem Beispiel dazu bringen, selbst diese tolle Kunstrichtung zu versuchen. Sie werden staunen! Natürlich sind die hier abgebildeten Werke alle zu kaufen - Email genügt - aber ich schwöre Ihnen, dass selber  Hand anzulegen ein echtes Erlebnis ist!

Nehmen Sie etwa dieses Bild links und das folgende. Ersteres ist durch Zufall entstanden, hinter den "Steinen" stecken schon etwas  Knochenarbeit und Geschick.

 

 

Das führt mich automatisch zum nächsten Punkt. Sollten Sie von meinen Worten und Bildern so überzeugt sein, dass Sie selbst mit Acryl zu malen beginnen - und davon gehe ich mal aus - dann gibt es im Internet hervorragende Anleitungen und profunde Helfer. Ich werde also hier auf dieser Seite immer wieder Links anbieten, die Hilfestellung anbieten und mit tollen Ideen nur so um sich werfen. Ich werde diese Links in farbiger Schrift darbieten. Sie führen meist zu einem kleinen Video, bei dem man einem Künstler oder einer Künstlerin bei der Arbeit auf die Finger schauen kann. O.K.?

 

 

Hier gleich der erste Link, der sich an die Anfänger in der Acryltechnik wendet. Es gibt viele solche Links in allen Sprachen. Ich habe mich bemüht, unter der schieren Masse einige in unserer Sprache zu finden, wenngleich das Angebot in Englisch naturgemäß überwiegt.

 

 

Mit Acrylfarbe gießen (=Pouren). Keine Angst, es kommen natürlich auch in den Videos ein paar Fachvokabeln hinzu, die man aber bald intus hat. Sie sind auch nicht so wichtig, denn wir wollen ja etwas Neues erleben. Da wollen wir uns nicht vorher mit Fremdwörtern herumschlagen.

 

Auch diese Fachausdrücke werden in einem weiteren Video sehr gut erklärt und mit praktischen Beispielen unterlegt.

 

 

Wer bis hierher durchgehalten hat, ist schon ein großes Stück in die Materie eingedrungen. Bravo!

 

Sicher haben Sie auch schon den "Farbenkasten" ein wenig erweitert - dazu gleich noch ein paar Tipps von mir. Im Bild links seht man, dass sich in fast allen Farben Blasen gebildet haben. Der Fachausdruck für diese Dinger ist "Zellen". In dem Bild sind diese Zellen besonders schön in der blauen Farbe ausgebildet. Vorerst glaubt man, dass sie zufällig entstehen, was natürlich nicht stimmt. Jede Acrylfarbe hat ihr eigenes spezifisches Gewicht, und nach diesem Gewicht ordnen sich die Farben übereinander im Bild an. So ist zum Beispiel Weiß eine sehr schwere Farbe, während Schwarz das Federgewicht in dieser Familie darstellt. Mehr dazu gibt es in den angesprochenen Videos.

 

 

Hier habe ich meinen ersten Stein "gepourt". Mit wenig Farbe und etwas Geduld, die man für das Trocknen dieser aufzubringen hat, ist ein ansprechender Ziergegenstand entstanden, der meinen Schreibtisch nun schon eine Zeit lang ziert und mich daran erinnert, mal wieder etwas mit Acrylfarbe zu unternehmen.

 

 

Es folgen nun ein paar meiner bereits getrockneten Bilder. Die Trocknungszeit der Acrylfarben ist recht kurz, wenn man sie zum Beispiel mit jener von Ölfarben vergleicht. Das ist ein Vorteil, weil man sehr rasch vorwärts kommt, Eigenschaften der Farben und Fehler eher erkennt und so rascher lernt und reagieren kann.

 

 

Die hier gezeigten Bilder sind durch verschiedene Techniken entstanden. Ihr Ergebnis ist stets ein anderes und sehr schwer vorherzusagen. Auf jeden Fall überrascht das Ergebnis immer und ich bin stets verleitet einen neuen Versuch zu wagen. Wenn man nicht stark Obacht gibt, stellt sich schon nach kurzer Zeit eine Sucht nach neuen Farben, Techniken des Farbauftrags und immer neuen Bildern ein.

 

 

Links ein Bild, das in einer Farbe auf schwarzen Hintergrund entstanden ist.

 

 

Natürlich kann man auch gegenständlich in Acryl arbeiten. Die folgenden Bilder sollen als Beispiel dafür dienen. Die Pusteblumen waren für mich noch eine leichte Übung. Bei diesem Bild stellte das "Finish" die neue Herausforderung für mich dar. Ist ein Bild gut gelungen, möchte man seine fertige Oberfläche natürlich auf irgend eine Weise schützen und veredeln. Ich habe das hier erstmals mit Epoxid-Harz versucht. Dabei sind anfänglich große Schwierigkeiten aufgetreten. Man mischt sich das komplett durchsichtige Harz selbst aus zwei Komponenten, rührt die Mischung gut durch und überzieht damit die Oberfläche des Bildes oder der Leinwand. Natürlich streicht man mit einem Pinsel die Oberfläche gleichmäßig ein.

Die Schwierigkeit besteht darin, dass das Harz sehr dünnflüssig ist und an den Seiten herunter rinnt. Auch wenn man das Bild mittels Wasserwaage in die Horizontale bringt, das Harz findet immer einen "Fluchtweg". Die Lösung: Man arbeitet in mehreren Schichten und achtet auf gute Trocknung dieser. Die Mühe lohnt sich. Die Oberfläche ist glashart, durchsichtig und gegen alle Einflüsse von außen geschützt - ausgenommen Feuer!

 

 

Der Überzug mit Harz ist mir bei diesem Bild schon viel besser gelungen. Seitdem versiegle ich alle Bilder, die mir besonders gut gelungen erscheinen  mit dieser Methode. So hängt auch diese "Skyline" mit Harz verglast in meinem kleinen  Studio.

 

 

Auf meinen Reisen habe ich vor vielen Jahren auch in Las Vegas Station gemacht Am Strip lag damals das "Flamingo-Hilton". Das "Wappentier" dieser noblen Bleibe habe ich erstmals in einem großen Bild festgehalten. Das Bild ist so groß, dass ich auf das Verglasen verzichtet habe. Der Flamingo fühlt sich auch ohne "Glashaus" sichtlich wohl bei mir.

 

 

Auch mit meinen Augen habe ich mich eingehend beschäftigt. Die beiden Bilder sind mit einer Kombi- Technik entstanden. Der Untergrund des Auges ist jeweils gegossen. die Pupille und die feinen Äderchen sind mit einem feinen Pinsel eingefügt. Jedes Auge hat einen Durchmesser von 30 cm - beide Augen sind mit Harz "verglast". Sie sind ein echter Blickfang für jeden meiner Besucher.

 

 

Hier nochmals beide Augen nebeneinander.

 

 

Dieses und das folgende Bild sind wieder in anderen Techniken entstanden. Der Sonnenuntergang am Meer mit den beiden Möwen in der Sonne ist reine Pinselmalerei. Der Versuch sollte zeigen. ob ich mit diesen Farben auch "nur malen" kann. Hat geklappt!

 

 

Diese beiden Bäume haben fast nichts mit Acrylmalerei zu tun.

Die beiden Bäume sind mit Klebepistole auf schwarzen Grund "gezeichnet". Nach dem Trocknen sind die durchsichtigen Konturen mit silberner Acrylfarbe übermalt und mit Flitter leicht bestreut. Fertig. Sieht in Wirklichkeit besser aus als auf diesem Foto. 

 

 

Hier ein kurzer Blick auf die Gartenterrasse hinterm Haus. Das Mosaik habe ich kurz nach meinem Einzug hier angebracht, der Gartentisch war im Lauf der Zeit schon arg verwittert, steht er doch bei Regen und Wind, im Sommer und im Winter stets draußen im Freien. Nach ein paar fertig gestellten Bildern, wollte ich die restlichen Farben nicht wegschütten. Da kam mir der Gedanke, den vergammelten Tisch doch noch in ein kleines Kunstwerk zu verwandeln.

Das Ergebnis sieht man im Bild links. Die Platte ist nicht nur schön sondern auch sehr widerstandsfähig geworden.

 

 

Noch einmal die Tischplatte aus der Nähe.

 

 

Dann habe ich mich wieder an zwei ganz normale Steine gewagt, habe sie gewaschen, gebürstet und nach dem Trocknen mit Farbresten übergossen. 

 

 

Diesen Stein habe ich einem Besucher geschenkt.

 

 

Hier sind wir im kleinsten Raum meiner Wohnung - richtig, es handelt sich um das WC. Eine Wand habe ich mit einem kleinen Teil meiner bisher angefertigten Bilder zugepflastert. Seitdem halten sich Gäste viel länger auf meinem "Stillen Örtchen" auf.

Zum Ende meiner kleinen Ausführung über meine Acrylmalerei, präsentiere ich Dir hier noch einige der versprochenen Links:

Neue Techniken zum Pouring (deutsch):
https://www.youtube.com/watch?v=k82trtnxeJA


Größere Formate herstellen (deutsch):
https://www.youtube.com/watch?v=Fa5QIPFRRAg

Pouring und Malerei (deutsch):
https://www.youtube.com/watch?v=5sLsgzFpIZw

Ringpouring (deutsch):
https://www.youtube.com/watch?v=wYYrCE7iiPA

 
Acrylgießen (deutsch):
https://www.youtube.com/watch?v=PzSsgkC-oig

Etwas für Profis (englisch):
https://www.youtube.com/watch?v=iXaACiAq_XU

Daneben gibt es noch viele kleine und längere Videos auf Youtube. Gib einfach Begriffe wie Acryl, Pouring, Acrylprints usw. ein - Du wirst staunen, was man alles mit den Farben anstellen kann. Mich hat es voll erwischt: Ich bin süchtig nach den Farben!

   

Abschließen möchte ich meinen kleinen Ausflug in die Acryl-Kunst mit einem von mir dieser Tage gemalten Bild, das mit "pouring" sehr wenig oder gar nichts zu tun hat. Ich möchte damit nur zeigen, dass man mit Acryl auch noch auf "herkömmliche" Art malen kann.

Solltest Du mir bisher gefolgt sein, dann bedanke ich mich an dieser Stelle für Deine Aufmerksamkeit und würde mich über eine Reaktion wirklich freuen.

Helmut Schida

Email: helmut@schida.at

Imternet: http://www.schida.at/

 

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